Detaillierte Informationen zur aktuellen Situation

Stand 13.5.2020

Viele Gemeinden der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) beginnen im Mai behutsam mit dem Neustart ihrer öffentlichen Gottesdienste. Rund zwei Monate lang waren die Feiern wegen der Corona-Pandemie untersagt. Seit Mai sind sie wieder erlaubt. Darüber freuen sich die rund 1,5 Millionen evangelischen Kirchenmitglieder sehr. Allerdings sind damit auch besondere Auflagen wie etwa die Einhaltung von Abstandsgeboten, das Tragen von Mundschutz-Masken und der Verzicht auf Gesang verbunden. Die hessen-nassauischen Kirchengemeinden wollen mit den Hygiene-Vorschriften äußerst verantwortlich umgehen.

Das hat sich auch der Kirchenvorstand der Ev. Kirchengemeinde Hochheim zum Ziel gesetzt. Denn ein Neuanfang unter den Bedingungen der Corona-Pandemie sollte gut überlegt und bewusst gestaltet werden. Daher hat der Kirchenvorstand ein Schutzkonzept erarbeitet. Auch der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung empfahl für einen Neuanfang: „Ausdrücklich betone ich, dass mit der Möglichkeit, Gottesdienste in den Kirchen zu feiern, keine Verpflichtung dazu besteht. Es kann auch eine geistlich gut verantwortete Entscheidung sein, noch eine Zeit lang auf die gottesdienstliche Versammlung zu verzichten und weiterhin etwa in medialer Verbindung miteinander oder auch zuhause Gottesdienst zu feiern.“ Gleichzeitig erinnerte Jung an das Ziel der bisherigen Einschränkungen: „Gerade weil uns aus unserem Glauben heraus so viel daran liegt, Menschen nicht zu gefährden und Schwache zu schützen, halten wir es für geboten, die staatlichen Einschränkungen mitzutragen. Abstand halten war und ist für mich in dieser Zeit ein Akt der Nächstenliebe.

Gleichzeitig bleiben viele Gemeinden angesichts der Herausforderungen durch die Schutzmaßnahmen vorerst bei ihren inzwischen durchaus bewährten digitalen Angeboten. Der spirituelle Neuaufbruch in der Welt der Elektronik zeitigt erste bleibende Folgen. Auch die Jugendarbeit der Kirchengemeinde startet einen YouTube Gottesdienst am 31.5.2020 um 12.00 Uhr.

 

Schutzkonzept für das Feiern von Gottesdiensten in der Evang. Kirche in Hochheim am Main

Stand 11.5.2020

Nach vielen Wochen, in denen in der evang. Kirche in Hochheim keine Gottesdienste gefeiert werden durften, ist dies ab dem 17. Mai unter besonderen Bedingungen und ohne gemeinsame Feier des Abendmahls wieder möglich.

Der Kirchenvorstand hat in internen Abstimmungen unter Einhaltung der vorgeschriebenen Rahmenbedingungen den Kirchenraum so vorbereitet, dass pro Gottesdienst maximal 30 Gottesdienstbesucher den Gottesdienst feiern können. Die Bestuhlung wurde so gewählt, dass der Sicherheitsabstand von 2,0 m eingehalten wird. Es wird nur Einzelplätze geben, die Stühle dürfen nicht verrückt werden. Vor der Kirche werden die Gottesdienstbesucher darauf hingewiesen, dass sie die Plätze von vorne her besetzen, so dass niemand an einer anderen Person vorbeigehen muss. Für den Weg auf den eigenen Platz und später wieder zum Ausgang muss eine eigene Schutzmaske getragen werden. Im Eingangsbereich steht Desinfektionsmittel zur Benutzung durch die Kirchenbesucher bereit. Die Fenster und soweit möglich auch die Tür werden während des Gottesdienstes geöffnet sein, um für eine gute Durchlüftung zu sorgen. Es wird keinen Gemeindegesang geben, nur die Orgel wird erklingen. Auf den Stühlen werden die Gottesdienstbesucher einen Zettel und einen Stift finden, auf dem sie ihren Namen, ihre Adresse und Telefonnummer eintragen müssen. Diese Information wird 21 Tage aufbewahrt und danach vernichtet, sie dient dazu, Infektionsketten nachverfolgen zu können. Es werden keine Gesangbücher ausgegeben, sollte ein Gottesdienstblatt nötig sein, wird auch das auf dem Stuhl liegen.

Nach Ende des Gottesdienstes, der maximal 35 – 40 Minuten dauern wird, verlassen diejenigen zuerst die Kirche, die zuletzt gekommen sind, um auch hier eine Begegnung zu verhindern. Die Kollekte wird kontaktlos am Ausgang gesammelt.

Sollten mehr als die möglichen 30 Personen zum Gottesdienst kommen, müssen diese leider abgewiesen werden. Der Kirchenvorstand beobachtet die Situation, gegebenenfalls werden in den kommenden Wochen zwei Gottesdienste angeboten.

Dieses Schutzkonzept wurde vom Dekanat genehmigt. Der Kirchenvorstand hofft auf das Verständnis der Gottesdienstbesucher.

Schutzkonzept für die Benutzung des Gemeindesaals der Evangelischen Kirchengemeinde Hochheim am Main

Stand 26.5.2020

Das vorliegende Schutzkonzept wurde vom Kirchenvorstand auf Grundlage der derzeit (Stand: 19. Mai) in Hessen geltenden „Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona Pandemie (Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung)“ entwickelt und beschlossen.

Bei der uns vorliegenden nutzbaren Fläche von 112 m² ergeben sich folgende Maximalwerte (Personen, die sich gleichzeitig im Raum aufhalten dürfen):

a) mit Sitzplätzen (5 m² / Person): 22 Personen

b) mit Stehplätzen (10 m² / Person): 11 Personen

Zwischen den Personen muss ein Mindestabstand von 2,0 Metern eingehalten werden, ausgenommen zwischen Angehörigen eines Hausstandes. Andernfalls müssen geeignete Trennvorrichtungen angebracht werden.

Zwischen Personen, die nicht einem gemeinsamen Hausstand angehören, dürfen keine Gegenstände ausgetauscht werden.

Die Ausgabe oder das Verteilen von Speisen ist untersagt.

Beim Betreten des Gebäudes bis zum Erreichen des eigenen Platzes, und umgekehrt beim Verlassen des Platzes bis zum Verlassen des Gebäudes, ist eine eigene Schutzmaske zu tragen. Es gilt auch hier die Abstandspflicht.

Im Eingangsbereich steht Desinfektionsmittel zur Verwendung durch die Nutzer des Gemeindesaals bereit.

Soweit möglich sollen die Fenster und auch die Tür während der Veranstaltung geöffnet sein, um für eine gute Durchlüftung zu sorgen.

Für jede Nutzung des Gemeindesaals ist eine Teilnehmerliste, die Name, Anschrift und Telefonnummer enthält, unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu führen. Die erfassten personenbezogenen Daten sind für die Dauer von 21 Tagenab Beginn der Veranstaltung geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte aufzubewahren, sowie unverzüglich nach Ablauf der Frist zu vernichten.

Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen durch eine verantwortliche Person muss gesichert sein.

Die verantwortliche Person ist vor der Veranstaltung zu benennen, und auf der Teilnehmerliste zu dokumentieren.

Hochheim, 26.05.2020

Musik und Predigt aus dem Gottesdienst

Sonntag, 16.08.2020 von Pfrin. Mirjam Ambrozic

Orgelmusik von Richard Henger 16.08.2020

Motive aus der Euryante von Carl-Maria von Weber - Improvisation

ISRAEL Marsch - Improvisation

EG 352 Alles ist an Gottes Segen

EG 290 Nun danket Gott, erhebt und preiset

EG 279 Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren

 

 

 

Predigt

Liebe Gemeinde,
Verschwörungstheoretiker und Judenhasser scheinen sich in der Corona-Krise die Hand zu reichen. In ganz Deutschland sind in den letzten Wochen Tausende Menschen aus ganz unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft in ganz unterschiedlichen Städten auf die Straβe gegangen.
Alle haben gegen die Maβnahmen der Regierung demonstriert, mit denen Covid-19 eingedämmt werden soll. Einige jedoch benutzten die Proteste als Vorwand, um Antisemitismus zu verbreiten oder um ganz offen bzw. kaum verhüllt die Ideologie von Neo-Nazis zu unterstützen. 

Einige Demonstranten haben einen gelben Stern getragen und damit auf eine vollkommen unangemessene und beleidigende Weise einen Vergleich gezogen zwischen dem Tragen einer Maske und dem Symbol, das Juden in der Nazi-Zeit an ihrer Kleidung anbringen mussten. Es gab Banner mit antisemitischen Verschwörungstheorien, die sich auf eine Impfpflicht gegen Covid-19 bezogen.

Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), sagte: “Es besteht die Gefahr, dass Rechtsextremisten sich mit ihren Feindbildern und staatszersetzenden Zielen an die Spitze der Corona-Demonstrationen stellen.”  Und dann dieser Sonntag, Israelsonntag. Ein spannungsreicher Sonntag, ein spannungsreiches Verhältnis: die Kirche  und das Volk der Juden, bis heute. 

Ich lese aus dem Römerbrief des Paulus:
Römer 11, 25-32:
Ganz Israel wird gerettet werden  25 Ich will euch, Brüder und Schwestern, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis die volle Zahl der Heiden hinzugekommen ist. 26 Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser; der wird abwenden alle Gottlosigkeit von Jakob. 27 Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.« 28 Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber nach der Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. 29 Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. 30 Denn wie ihr einst Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams, 31 so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. 32 Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.


Liebe Gemeinde,

was ringt Paulus hier mit der Frage, warum das Volk Israel, das Volk, aus dem er stammt und in dessen Glauben er erzogen wurde, warum das Volk, aus dem auch Jesus stammt, diesen nicht als Erlöser angenommen hat. Eigentlich quält sich Paulus mit den gleichen Fragen wie wir. Was ist mit der Rettung der Menschheit durch Christus, wenn einige oder viele ihn nicht als den von Gott Erwählten anerkennen wollen oder können?  Warum haben viele Juden damals Jesus nicht erkannt?  Vielleicht ist das gar nicht so einfach mit dem Glauben, dass Gott Jesus schickt, dass Gott selbst in diese Welt kommt. Ein ganz besonderer Mensch. Gekreuzigt, gestorben und begraben vielleicht, aber auferstanden?

Da geht es schon los!  Da sind die Fronten schnell verhärtet. Viele Fragezeichen im Raum. Es ist nicht leicht zu verstehen, ist es überhaupt zu verstehen?  Vielleicht hat sich Gott das irgendwie anders vorgestellt. Vielleicht einfacher, so mit den Menschen, die er erwählt hat. Vielleicht auch wirkungskräftiger… Aber es kommt anders. Das ist nicht unbedingt verwunderlich, weil hier geht es um Menschen. Nicht jeder freut sich, weil er zum erwählten Volk gehört. Nicht jeder tut, was vielleicht getan werden sollte. Nicht jeder denkt, was wahrscheinlich gedacht werden müsste. Und nicht jeder glaubt, was geglaubt werden sollte. Das ist bei uns nicht anders. Und die Erwählten werden zu einem echten Gegenüber Gottes. Das bedeutet auch, sie können Ja oder Nein sagen. Können ihre Zweifel haben und bleiben fragend zurück. Nicht jeder war überzeugt und Feuer und Flamme für Gottes Vorsehung. 

Aber das ist ja heute nicht anders. Und was macht Gott in dieser Situation: Er disponiert um: Nicht alle, von denen man es gedacht hätte, sind Jesus gefolgt. Ein Teil ist verstockt, aber nur so lange, bis die Fülle der Heiden zum Heil gelangt, schreibt Paulus. Unklug, verbohrt, bockig sind irgendwie alle, jedenfalls des öfteren. Das ist menschlich, da gibt es keinen Unterschied, ob Jude oder Christ, ob Heide oder Atheist. Aber Gott hat ein großes Herz. Paulus kommt zu einer überraschenden Erkenntnis, die viele christliche Generationen nach ihm überlesen oder vergessen haben. Trotz alle dem: Sie bleiben von Gott erwählt und geliebt.

Wie Gott das einst auflöst, ist und bleibt seine Sache. Da möchte ich ihm keine Vorhaltungen machen oder gar Ratschläge geben. Behutsam möchte ich sein, denn ich kenne  Gottes Gedanken nicht, weiß gar nichts von der Größe seines Erbarmens. Halte mich an die Worte des Paulus, der mir sagt: Ungehorsam sind wir alle. Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme. Auf dieses paulinische Schlusswort läuft der Predigttext zu. Zuerst waren die einen ungehorsam, dann die anderen. Aber sie waren es alle. Niemand darf sich rühmen. Wir alle sind manchmal  sehr ungehorsam. Wenn das nicht so wäre, bräuchte sich Gott nicht zu erbarmen, aber  zum Glück tut er es.

Paulus hat uns eingeweiht in die Geheimnisse Gottes, damit wir uns nicht selbst für klug halten. Und so schließt er nicht mit Stolz auf seine Klugheit,seinen Verstand, dieses Geheimnis entschlüsselt, dieses Rätsel gelöst zuhaben, sondern mit einem Lobpreis der Klugheit Gottes. Im Geheimnis der Geschichte Israels sieht er ein Meisterstück der Weisheit Gottes: „O Abgrund von Reichtum und Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie unausforschbar sind seine Richtsprüche und unaufspürbar seine Wege. Denn: wer erkennt den Sinn des Herrn, wer ist sein Berater gewesen?“ Oder: „wer hat ihm zuerst gegeben, dass ihm etwas zurückzugeben wäre? Aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist Alles. Sein ist die Herrlichkeit auf ewig.“ Amen

Täglich um 18.00 Uhr innehalten!

Liebe Mitglieder dieser Kirchengemeinde,
liebe interessierte Hochheimer,

in diesen Zeiten, die wir so noch nie erlebt haben, ist ein aufmerksamer und achtsamer Umgang miteinander das oberste Gebot. Wir alle sollten den Anweisungen Folge leisten und möglichst zuhause bleiben.

Wir möchten Sie dazu einladen, täglich um 18.00 Uhr innezuhalten, den Glocken unserer Kirche zu lauschen und ein stilles Vaterunser zu sprechen, in der Gemeinschaft all derer, die unserer Einladung folgen.

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“

- In diesem Sinne: bleiben Sie gesund!

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