Detaillierte Informationen zur aktuellen Situation

Stand 31. März 2020

Die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen des kirchengemeindlichen Lebens dauern weiter an.

  • In der Ev. Kirchengemeinde Hochheim finden bis mindestens 30. April (und vermutlich darüber hinaus) keine Gottesdienstfeiern statt. Über online-Gottesdienst-Angebote informieren Sie sich bitte über die Homepage unserer Kirchengemeinde (siehe hier unten).
  • Die Ev. Kirche in der Burgeffstraße ist weiterhin (nach heutigem Stand 31. März) auch über die Karwoche und das Osterfest zur Einkehr und zum stillen Gebet täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Auch im Kirchenraum müssen die Mindestabstandsregeln zu anderen Personen beachtet werden.
  • Mit dem 18 Uhr-Geläut verbindet sich die Einladung, jeweils dort, wo man sich gerade aufhält, das Vater Unser Gebet oder ein freies Gebet zu beten und sich so in der Gemeinschaft vereint zu wissen.
  • Die beiden Konfirmationen sind entsprechend den Richtlinien unserer hessen-nassauischen Landeskirche auf einen unbestimmten Termin nach den Sommerferien verschoben.
  • Die Kindertagesstätte der Gemeinde bleibt weiterhin geschlossen.
  • Gratulationen zu Geburtstagen und Ehejubiläen können nur per Post zugestellt werden.
  • Es finden weiterhin keine Gemeindeveranstaltungen statt.
  • Der Kirchenvorstand bleibt weiterhin handlungsfähig. Er verständigt sich über skype-Konferenzen.
  • Trauerfeiern können nur unter freiem Himmel und im kleinsten Familienkreis stattfinden.
  • Die beiden Pfarrerinnen der Gemeinde sind für SeelsorgeGespräche und Auskünfte telefonisch selbstverständlich weiterhin ansprechbar.
  • Wir bitten Sie, sich über die Homepage der Kirchengemeinde stets aktuell zu informieren

(www.ev-kirche-hochheim.de)  Dort finden Sie viele links zu gottesdienstlichen Angeboten und Hausandachten, zu kirchlichen Angeboten für Kinder und Familien, zu Seelsorge- und Beratungskontakten und viele Vorschläge für die Gestaltung des geistlichen Lebens zuhause.

Der Kirchenvorstand und die beiden Pfarrerinnen senden Ihnen allen herzliche Segenswünsche.

Täglich um 18.00 Uhr innehalten!

Liebe Mitglieder dieser Kirchengemeinde,
liebe interessierte Hochheimer,

in diesen Zeiten, die wir so noch nie erlebt haben, ist ein aufmerksamer und achtsamer Umgang miteinander das oberste Gebot. Wir alle sollten den Anweisungen Folge leisten und zuhause bleiben, nur so kann die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Aus diesen Gründen finden bis auf weiteres keine Gottesdienste statt, auch an Ostern wird es keinen Gottesdienst in unserer Kirche geben, genauso wie in allen anderen Kirchen auch. Möglicherweise wird es verstärkt Fernseh- oder Hörfunkangebote geben, sobald wir das wissen, finden Sie Informationen dazu entweder im Schaukasten, auf der Homepage oder auch in der Hochheimer Zeitung unter den kirchlichen Nachrichten auf Seite 2.

Wir möchten Sie dazu einladen, täglich um 18.00 Uhr innezuhalten, den Glocken unserer Kirche zu lauschen und ein stilles Vaterunser zu sprechen, in der Gemeinschaft all derer, die unserer Einladung folgen.

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“

- In diesem Sinne: bleiben Sie gesund!

KinderKirchenKorona-Challenge

Jeden Tag eine neue Aufgabe!

Liebe KECK-Kinder,
wir laden euch ein, bei der KinderKirchenKorona-Challenge mitzumachen. Jeden Tag gibt es eine Aufgabe, mal lustig, mal spannend, mal leise, mal laut, mal überraschend. Mehr Infos dazu findet ihr unter folgendem Link:
http://kindergottesdienst-ekd.de/material/KiKiKo-Challenge.php

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Euer KECK-Team

Tipps: Familienleben (nicht nur) in Zeiten von Corona gestalten

Mit Kreativität kleine Rückkzugsmöglichkeiten schaffen - mit Decken und Sofakissen lassen sich auch im Wohnzimmer Höhlen bauen ...
Seit den verstärkten Corona-Schutzmaßnahmen verbringen die meisten Eltern mehr Zeit mit ihren Kindern. Durch Homeoffice und Homeschooling konzentriert sich der Alltag auf die eigenen vier Wände. Da kann es schnell zu Reibereien kommen. Deshalb haben eine Psychologin, eine Gemeindepädagogin und ein  Landesjugendreferent der EKHN praxisnahe Empfehlungen zusammengestellt.   weiter

Einkaufshilfen für ältere und geschwächte Menschen

Älteren und geschwächten Menschen wird geraten, das Haus nicht mehr zu verlassen. Die Stadtverwaltung Hochheim möchte in Zusammenarbeit mit dem Beratungsbüro Älter werden für diese Risikogruppe eine Lösung finden, um die Grundversorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Nicht jeder kann auf Angehörige oder Nachbarn zurückgreifen, die in der gegenwärtigen Situation der Ausbreitung des Coronavirus Einkäufe erledigen.
Wir unterstützen diese Aktion:
wenn Sie bereit sind Einkäufe zu erledigen und unter 60 Jahren sind oder wenn Sie jemanden brauchen, der Einkäufe für Sie erledigt, wenden Sie sich bitte an das

Beratungsbüro Älter werden
Telefonsprechzeiten: Mo und Do 9 – 12 Uhr, Di 16 – 18 Uhr, 
Email: aelterwerden.hochheim @caritas-main-taunus.de.

Zur Zeit ist nicht absehbar, wie lange diese Ausnahmesituation andauern wird. Wir machen die Erfahrung, dass es bereits viel spontane Hilfe gibt, möchten jedoch Ihre Aufmerksamkeit für die Menschen in Ihrer Nachbarschaft schärfen. Neben praktischer Unterstützung könnte in manchen sehr isolierten Situationen Kontakthalten per Telefon hilfreich sein.

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Abendandacht

Liebe Gemeinde,
abends, wenn die Sonne untergegangen ist, kreisen bei mir die Gedanken.
Ich spüre besonders abends, wenn es noch ruhiger ist als am Tage, meine Sorge, meine Ratlosigkeit, und auch Angst. Eine vollkommen befremdliche Situation, die da in mein Leben eingebrochen ist.

Der Coronavirus macht mich hilflos und auch ohnmächtig. Nicht nur, dass ich mir Sorgen mache um meine Familie und die Menschen, die besonders gefährdet sind. Besonders aber macht mir dieses Fremdbestimmt werden durch einen „kleinen“ Virus zu schaffen, stellt für mich eine Herausforderung dar. Ich glaube, es führt uns unsere eigene Verletzlichkeit und Anfälligkeit vor Augen und letztlich unsere eigene Endlichkeit, unsere Sterblichkeit. Das sind keine angenehmen Gedanken am Abend. Doch mit tagtäglicher Medienflut kommen sie immer mal durch, solche Gedanken am Abend.
Wir wünschen uns alle ein selbstbestimmtes Leben und wir wünschen uns alle Gesundheit, um unser Leben in vollen Zügen leben zu können, mit Kraft und Energie, das ist nur zu verständlich. Doch mit der Verbreitung des Coronavirus werden uns Menschen die Grenzen aufgezeigt.
Die Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens ist es, die abends in der Dunkelheit zum Vorschein kommt.

Ein Kirchenlied aus dem Ev. Gesangbuch erzählt singend davon. Es ist das Lied EG 488 von Theodor Werner aus dem Jahr 1952 nach dem englischen „Abide with me“ von Henry Monk, 1861:

1. Bleib bei mir, Herr! Der Abend bricht herein.
Es kommt die Nacht, die Finsternis fällt ein.
Wo fänd ich Trost, wärst du mein Gott nicht hier?
Hilf dem, der hilflos ist: Herr, bleib bei mir!

2. Wie bald verebbt der Tag, das Leben weicht,
die Lust verglimmt, der Erdenruhm verbleicht;
umringt von Fall und Wandel leben wir.
Unwandelbar bist du: Herr, bleib bei mir!

3. Ich brauch zu jeder Stund dein Nahesein,
denn des Versuchers Macht brichst du allein.
Wer hilft mir sonst, wenn ich den Halt verlier?
In Licht und Dunkelheit, Herr, bleib bei mir!

Herr, bleibe bei uns, am Abend, dann nämlich, wenn die Nacht über uns kommt und das Dunkel sich über uns zusammenzieht. Vielleicht braucht es Tage, Wochen, Monate, bis der Schleier der Dunkelheit sich wieder richtig aufzieht und das Licht durchscheinen lässt. Ausharren und geduldig sein wird von uns verlangt.

Trotz aller Berichterstattungen, aller Erklärungen von Problemlagen, trotz ständig neuer Nachrichten, trotz ständig neuer Empfehlungen, ja trotz der schweren Herzens gefassten Entscheidung keine öffentlichen Gottesdienst zu feiern, Herr, bleibe bei uns. In unseren Wohnungen und Häusern, in den Geschäften und Krankenstationen, in den Pflegeheimen und auf den Straßen, überall, wo Menschen sind. Bleibe bei uns, wenn wir alleine ausharren oder auch in der Gemeinschaft mit anderen sind. Bleibe bei uns in unserer Erschütterung, in der die Normalitäten kaum noch Platz haben.

Ich wünsche uns allen an all den kommenden Abenden, was das Lied besingt. Dass wir die Nähe von Gott spüren, die Hoffnung, die er schenkt. Dass wir das neu zu unserer Bitte und zu unserer Zuversicht machen können: „Herr, du bleibst bei mir. Du bleibst bei mir im Leben. Im Leben, das so anders geworden ist, wie ich es mir niemals hätte vorstellen können. Du bleibst bei mir– auch wenn es dunkel ist, wenn die Angst über mich hereinbricht und sie mich verändert, wenn die Ohnmacht mich überfällt und mir den Schlaf raubt. Herr, du bleibst bei mir– wenn mich die Sorge um die Zukunft einholt oder das Begrenztsein mich drückt.

Herr, und so bleibst du bei mir heute an diesem Abend und an allen Abenden in alle Ewigkeit!“

Pfarrerin Mirjam Ambrozic


Martin Luthers Abendsegen

Des Abends, wenn du zu Bett gehst, kannst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen

Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser. Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.