Jugendarbeit der Ev. Kirche

gemeinsam mit der Stadt Hochheim

Abenteuer gibt es auch im Mittelgebirge!

Rückblick auf eine Abenteuerfreizeit vom 1. bis 8. August

Die alljährliche Abenteuerfreizeit in den Alpen fand zum Schutz aller Teilnehmer*innen und ihren Angehörigen in diesem Sommer nicht in Österreich, sondern in Bayern statt. Nachdem zeitweise keine Gruppenfahrten mehr ins Ausland möglich waren und auch die gemietete Gruppenunterkunft, aufgrund der gültigen Schutzmaßnahmen nicht mehr zu Verfügung stand, entschloss sich das Team in diesem Sommer in Deutschland zu bleiben und die Abenteuer in Bayern zu suchen.

Und es wurden zahlreiche Abenteuer gefunden!

So wurde direkt am Tag der Ankunft noch das Gipfelkreuz der Mittelbergwand erklommen, um dort unter freiem Himmel das Abendessen zu genießen und anschließend mit Stirnlampen ausgerüstet, den felsigen Abstieg zu finden.

Richtig alpin wurde es dann in den nächsten Tagen: Wanderungen auf dem Eibgrat und dem Norissteig verlangten allen Jugendlichen viel Geschick, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ab.

Jeden Tag ging es aufs Neue darum, sein eigenes Potential zu entdecken, neues zu wagen, Grenzen auszutesten und zu spüren, was man alles kann. Und dies immer getragen von der gesamten Gruppe, die einen ermutigt und stützt.

Ausgestattet mit Seilen, Karabinern und Helmen ging es einen Tag los, um den festen Griff im Fränkischen Kalk zu suchen, der zu den renommiertesten Klettergebieten Europas gehört. Nach einer Einführung in das Sichern und die Knotentechnik, wurden die ersten Seile eingehängt und es konnte losgehen. Fast wird der Fels gestreichelt, bis der richtige Griff gefunden ist und ein beherzter Zug einen höher bringt. Das Gefühl von seinem Kletterpartner gut gesichert zu sein, gibt Mut und Vertrauen, und die Verantwortung für einen Freund zu übernehmen, der am anderen Ende des Seils hängt, erfüllt und verbindet.

Neben dem Wandern und Klettern fand die Gruppe noch reichlich Zeit für gemeinsame Spiele, ein kühlendes Bad im See oder sogar Frühsport, der von einem kundigen Teilnehmer angeboten wurde.

Abschluss der Woche war die Erkundung der Schönsteinhöhle. Hierfür reisten extra Louisa Munck und Pauline Proske an, die gemeinsam mit Inge Seemann die Gruppe sicher durch das labyrinthische System führten.

Gegenseitige Hilfe und Rücksicht aufeinander waren während der gesamten Woche eine Selbstverständlichkeit, genauso wie die zwingende Disziplin und Achtsamkeit bzgl. Covid 19.

Die Abenteuerwoche ist eine Kooperation zwischen evangelischer und städtischer Jugendarbeit, die von Inge Seemann verantwortet wird. Dominik Treier und Lars Eric Hientzsch waren als ehrenamtliche Betreuer dabei und Cornelius Munck hat die Gruppe von zuhause aus begleitet.

Die Fahrt wird auch im nächsten Sommer wieder angeboten. Der voraussichtliche Termin hierfür ist der 14. – 22. August sein 2021 sein.

Prime Time 2020 - Jugendfreizeit in der Hersbrucker Schweiz

Rückblick

Primetime heißt die Freizeit, die alljährlich in der Hersbrucker Schweiz, einer der größten Karstgebiete Deutschlands, stattfindet: Höhlen erkunden, Felsen erklimmen, durch die Wälder streifen und viele Abenteuer erleben. Und diesen Sommer war die Lust nach Abenteuer ganz besonders groß.

Direkt nach der Ankunft im Hirschbachtal ging es in das Osterloch, eine kleine Höhle, in der sich jeder direkt ausprobieren konnte. Ausgestattet mit Stirnlampen und Kleidung, die richtig dreckig werden durfte, konnte hier jeder die Höhle für sich erkunden und neues entdecken. Dorthin gehen, wo es dunkel, dreckig und eng ist, ist eine besondere Herausforderung und ein gleichermaßen großes Glück, wenn man sich traut.

An den folgenden Tagen gab es zahlreiche weitere Höhlen zu erforschen. Wobei die Herausforderung manches Mal auch darin lag, die Höhlen im Wald überhaupt zu finden und den Eingang zu sehen.

Mit viel Mut, um durch enge Schlupflöcher zu kriechen und Trittsicherheit und Geschick, beim Klettern konnten so zahlreiche neue wilde Höhlen erkundet und so manches dabei entdeckt werden:  Während man zahlreiche Stalagmiten und die Höhlenspinne Meta Menardi noch relativ häufig sah, musste man schon relativ viel Geduld haben, um einen der pigmentlosen Springschwänze zu sehen, die sich gerne auf Wasseroberflächen aufhalten. An einem Abend zog die Gruppe dann bepackt mit Isomatten, Schlafsäcken und Gaskochern in den Wald, um die letzte Nacht in einer Höhle zu biwakieren.

Neben den Höhlenerkundungen blieb natürlich auch noch Zeit, im See zu baden, an den berühmten Felsen im Hirschbachtal zu Klettern oder seinen Mut und sein Geschick im abenteuerlichen Noris-Klettersteig zu testen.

Die Freizeit ist ein Angebot der evangelischen Kirchengemeinde und der Jugendarbeit Hochheim. Dank der höhlenbegeisterten Teamer*innen um die Gemeindepädagogin Inge Seemann konnte das Programm so bunt und erlebnisreich durchgeführt werden.

Online statt spielen und raufen

Jugendarbeit unter Covid 19

Außerschulische Bildung bzw. Soziales Lernen ist laut, ist lustig, ist immer diskussionsfreudig, ist körperbetont und wild. In Offenen Jugendtreffs, auf Freizeiten und in Ferienangeboten geht es darum Gemeinschaft zu leben und zu lernen wie ein vertrautes und gutes Miteinander funktioniert. Sich gegenseitig zu unterstützen und sich nicht nur im Übertragenen Sinne unter die Arme greifen, ist Ziel von Kinder- und Jugendarbeit.

Seit Wochen ist dies alles nur noch sehr schwer möglich, aber natürlich nicht unmöglich. Die Jugendarbeit der Stadt Hochheim und der Ev. Kirche sind die ganze Zeit dabei neue Formate zu entwickeln, in denen trotz allem immer noch Gemeinschaft und Spaß gelebt werden kann. Der Anfang waren kleine Ostergrüße, die an die Besucher*innen des Jugendhauses verteilt wurden oder „Gute Laune“ Bilder auf Instagram der ev. Jugend.

Inzwischen gibt es im Schaukasten vor dem Haus 1 jede Woche eine neue Challenge an der man sich beteiligen kann: Entweder werden kleine Legofiguren im Park gesucht oder einfach ein Lächeln in der Stadt. Des Weiteren kann man jeden Mo und DO von 12.30 bis 14.00 Uhr Spiele ausleihen, damit es zuhause nicht langweilig wird.

Eine gute Möglichkeit mit seinen Freunde*innen gemeinsam zu spielen gibt es bei der Ev. Jugendarbeit. Hier finden regelmäßig Onlinespieleabende statt, bei denen bekannte Brett und Kartenspiele per Onlineplattform gespielt werden.

Sich einfach mal zum Cappuccino treffen und Kekse essen, geht natürlich auch online. Zwar ist live alles schöner, aber so verliert man sich zumindest nicht ganz aus den Augen.

Und eine kleine Gruppe von Freizeitbetreuer*innen trifft sich seit Wochen regelmäßig um für alle Hochheimer Jugendlichen einen Onlinegottesdienst vorzubereiten. Natürlich geht es hierbei auch um die momentane Situation und wie schwierig oder doch wieder ganz einfach es ist, miteinander ins Gespräch zu kommen. So heißt der Pfingstgottesdienst dann auch „Gesegnetes Chaos“ und wird am Sonntag, dem 31. Mai Live auf Youtube gesendet.