Konfirmandenarbeit

Rahmenkonzept Konfirmandenarbeit
(hier auch als pdf-Datei herunterladbar)

 

Vorwort

Die Konfirmandenarbeit ist ein Schwerpunkt der evangelischen Kirchengemeinde Hochheim.
Das ergibt sich schon aus der konstant hohen Anzahl von Konfirmandinnen und Konfirmanden.
Gemäß der Verwaltungsverordnung für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden der EKHN vom Juli 2016 hat der Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Hochheim am   26. April 2017 folgendes Rahmenkonzept beschlossen:

 

Herausforderungen

Die heutige Konfirmandenarbeit steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Als besonders relevant erachten wir folgende Themen:

1) Tradition und Gegenwart – „Christlicher Glaube, von gestern und doch für heute?“

Alle, die die Konfirmandinnen und Konfirmanden in ihrer Konfirmandenzeit begleiten und unterrichten, sind herausgefordert

  • den Jugendlichen grundlegende Glaubensinhalte verständlich zu machen
  • die Jugendlichen mit Menschen in Kontakt zu bringen, an denen sie spüren können, dass diese Tradition für deren Gegenwart wichtig ist
  • die Jugendlichen erleben zu lassen, dass Glauben ein nie abgeschlossener Prozess ist und dass Traditionen zwar bleiben, sich die eigene Weise zu glauben im Wandel des Lebens aber verändert
  • sowohl als Lehrende und auch als offene Gesprächspartner/in für die Jugendlichen da zu sein
  • zu vermitteln, dass der christliche Glaube auch nach der Konfirmation ihr Leben begleiten kann

 

2) Gottesdienst – „Wie kann Gottesdienst für Jugendliche attraktiv sein?“

Alle, die die Konfirmandinnen und Konfirmanden in ihrer Konfirmandenzeit begleiten und unterrichten, sind herausgefordert

  • die Jugendlichen mit der gottesdienstlichen Liturgie vertraut zu machen, dass sie sich an liturgischen Abläufen (Vater Unser, Glaubensbekenntnis, liturgische Gesänge) aktiv beteiligen können und Handlungssicherheit gewinnen
  • die Jugendlichen mit dem Kirchenraum vertraut zu machen und ihnen diesen als sakralen Raum nahezubringen
  • eine Atmosphäre zu schaffen:
  • in der sich die Jugendlichen im Gottesdienst als willkommen erleben und sich wohlfühlen können
  • in der sich die Jugendlichen emotional und spirituell beteiligen können und sich gemeint und angesprochen fühlen
  • so dass sie sich als Teil der ganzen Gottesdienstgemeinde verstehen können
  • die Jugendlichen zu motivieren, gestaltend in Gottesdienstfeiern mitzuwirken

 

3) Lebensrelevanz – „in der Konfirmandenzeit geht es um mich, ich bin gemeint“

Alle, die die Konfirmandinnen und Konfirmanden in ihrer Konfirmandenzeit unterrichten und begleiten, sind herausgefordert

  • die Jugendlichen unter Berücksichtigung der Lebenssituation jedes Einzelnen an den christlichen Glauben heranzuführen
  • den Jugendlichen Raum zu geben für ihr sehr offenes religiöses Welt- und Lebensverständnis, das sich häufig wie eine Patchwork-Religion zeigt, und alle ihre Zweifel ernst zu nehmen
  • den Jugendlichen Entwicklungsmöglichkeiten für ihre religiösen Vorstellungen anzubieten
  • den Jugendlichen zu helfen, auskunftsfähig über den christlichen Glauben zu werden
  •  sich den Jugendlichen als GesprächspartnerIn anzubieten, um entdecken zu können, wie sich christlicher Glaube auf das alltägliche Leben und jedes Entscheiden und Tun auswirkt und in die Gestaltung von Beziehungen hineinwirkt

 

4) Nachhaltigkeit – „Und was bleibt von der Konfirmandenzeit?“

Alle, die die Konfirmandinnen und Konfirmanden in ihrer Konfirmandenzeit begleiten und unterrichten, sind herausgefordert

  • die Jugendlichen zu ermutigen, sich auch nach der Konfirmandenzeit einen Platz in der Gemeinde zu suchen und sich weiterhin als Teil der Gemeinde zu verstehen
  • den Jugendlichen die Kirchengemeinde als einen Ort des gemeinschaftlichen Lebens zu erkennen zu geben, an den man zu jeder Zeit und auch in kommenden Wohnorten zurückkehren kann
  • die Jugendlichen erfahren zu lassen, dass Menschen aus verschiedenen sozialen Milieus und verschiedenen Altersstufen in einer Kirchengemeinde zusammen beheimatet sind
  • die Jugendlichen Einblick gewinnen zu lassen, dass Gemeinde ein Ort ist, an dem man ehrenamtlich gestaltend mitwirken kann, und sie dafür mit Menschen zusammentreffen zu lassen, die im Gemeinwesen etwas bewegen wollen

 

Ziele
Am Ende ihrer Konfirmandenzeit sollen die Konfirmandinnen und Konfirmanden sagen können:

1)      Ich sage „Ja“ zum Glauben und zu meiner Taufe

a.       Ich habe erfahren, wie wichtig Gemeinschaft für meinen Glauben ist und wie sie sich auf der von Jesus gestifteten Gemeinschaft gründet.

b.      Ich weiß, auf welchen Grundlagen der christliche Glaube beruht.

c.       Ich habe mir über meinen christlichen Glauben (an Gott und wer Jesus für mich ist) Gedanken gemacht und darüber, was der Glaube für mich bedeutet.

d.      Ich verstehe, was meine Taufe bedeutet.

 

2)      Ich bin Teil der Gemeinde

a.       Ich habe Aufbau und Einrichtungen meiner Gemeinde kennengelernt.

b.      Ich kann den Gottesdienst in seinem Ablauf mitfeiern.

c.       Ich habe das Abendmahl als Gemeinschaft stiftendes Ereignis kennengelernt.

d.      Ich habe meine Konfirmandengruppe als wertschätzende Gemeinschaft erlebt, in der alle ihren Platz finden.

e.      Ich habe in meiner Gemeinde ökumenische Arbeit erlebt, die mir die Augen für die weltweite Verbundenheit der Christen geöffnet hat.

f.        Ich habe Menschen in meiner Kirchengemeinde erlebt, die sich für eine tolerante und wertschätzende Begegnung mit Menschen anderer Konfession, Religion und Nationalität einsetzen.

3)      Ich werde gestärkt durch Gott

a.       Ich habe ausprobiert, wo und wie ich Gott begegnen kann, und etwas für mich dabei gefunden.

b.      Ich habe ein Gespür dafür entwickelt, dass ich ein Kind Gottes bin, und Gott mich so annimmt, wie ich bin.

c.       Ich habe erlebt, dass Beten stärkend sein kann.

d.      Ich habe Gottesdienste und Andachten mitgefeiert und andere Formen des geistlichen Lebens erlebt und darin etwas von Gottes Zuwendung für mich entdecken können.

e.      In meinem Konfirmationsgottesdienst will ich Gottes Segen erleben.

 

Zur praktischen Organisation der Konfirmandenarbeit

a.       Die getauften Jugendlichen des betreffenden Jahrgangs bekommen um Ostern die Einladung zum Konfirmationskurs. Um auch bisher nicht getaufte Jugendliche anzusprechen, wird die Einladung auch über Presse und Homepage veröffentlicht.
Eine Einladung geht auch ins Antoniushaus zur Weitergabe dort.
Die Jugendlichen, die sich anmelden, sind in der Regel zwischen 12 und 13 Jahren alt.

b.      Vor Beginn der Konfirmandenzeit findet ein Abend zur Information der Eltern und ein Schnuppernachmittag für die interessierten Jugendlichen statt.

c.       Die Konfi-Kurse starten nach den Konfirmationen des Vorjahrgangs und enden mit der Konfirmation. Die Konfirmationen liegen in der Regel zwischen Ostern und Pfingsten.

d.      Zu Beginn der Konfirmandenzeit werden die neuen Konfirmandengruppen mit einem Gottesdienst begrüßt.

e.      Die Gruppengröße soll die Anzahl von 16 nicht überschreiten.

f.        Die Konfi-Kurse finden regelmäßig dienstags bzw. donnerstags am Nachmittag statt.
Einzelne Projekttage und Wochenendveranstaltungen sind während der Konfi-Zeit vorgesehen.

g.       Der Konfirmandengruppen werden von beiden Pfarrerinnen betreut.
Konfi-TeamerInnen wirken bei der Durchführung der Konfi-Kurse mit, ebenso die Gemeindepädagogin.

h.      Alle KonfirmandInnen arbeiten mit dem Konfi-Pass, der für jeden Jahrgang aktualisiert wird. Die Erledigung der Pflichtaufgaben des Konfi-Passes ist Voraussetzung für die Konfirmation.

i.         Im Verlauf der Konfirmandenzeit finden in der Regel 3 Elternabende statt.

j.        Es findet mindestens eine Konfirmandenfahrt statt.

k.       Einige Wochen vor der Konfirmation feiern die Konfirmandengruppen ihren
Vorstellungsgottesdienst.

l.         Die Abendmahlsfeier findet am Vorabend des Konfirmationssonntags statt.

m.    Soweit möglich beteiligen sich die Konfirmandengruppen an den Veranstaltungen des
Stadtjugendpfarramtes Wiesbaden.

n.      Im Jahr nach der Konfirmation werden die Konfirmierten zu einzelnen Treffen und besonderen Aktivitäten in der Gemeinde von der Gemeindepädagogin und/oder den Pfarrerinnen eingeladen.

o.      Ab dem zweiten Jahr nach der Konfirmation können die Konfirmierten als TeamerInnen in der Konfirmandenarbeit mitwirken. Sie werden von der Gemeindepädagogin ausgebildet und fortlaufend begleitet.

Vorstellungsgottesdienst am Sonntag, 18. März 2018

Konfirmanden ergänzen die Ausstellung von Helga Hennefelder mit selbstgemachten Fotos.
"Er erquicket meine Seele!"

 

Begegnung Konfirmanden mit der Programmreihe "Kultur in der Kirche" zum Psalm 23
(
Gedanken der Konfirmanden zu Ihrem Foto "Erquicken")

Begegnung

zwischen der Programmreihe „Kultur in der Kirche“ und der Konfirmandenarbeit,
zwischen Malerei und Fotografie,
zwischen dem biblischen Psalm 23 und der Sicht Jugendlicher auf diese Psalmverse.

Er erquicket meine Seele:

Ich fühle mich wie neugeboren.
Gott wirkt sanft.

Meine Seele wird munter.
Ich bin erfreut.

Erfrischend für meine Seele.
Das gibt neue Energie.

Aufregend hört sich das an.
Und gut, einfach gut.

Es klingt jung – als ob es verjüngt.
Gott erfüllt uns ganz.

Mir kommen fröhliche Gedanken.
Ich denke an neue Kraft.

Seele wird erquickt - das macht mir Spaß.
Und das lässt hoffen.

Ein kostbares Geschenk
Für alle Menschen, ja.

Wie Treibsand, also ob etwas fließt, fliegt
Gott gibt Schwung.

Gott belebt alle meine Sinne.
Erquickend – was für ein altes schönes Wort,

das nach Glück klingt
und nach Bewegung.

Es ist alleine schön anzuhören: erquickt, erquickt.
Und klingt nach Freiheit.

Als ob etwas aufblühen darf.
Eben: Gott erquickt meine Seele.

 

Vorstellungsgottesdienst am Sonntag, 4. März 2018

Traumstadt mit den unterschiedlichen Traumhäusern der Konfirmanden und geflüchteter Jugendlicher aus Hochheim
Die Konfirmanden der Dienstagsgruppe von Mirjam Ambrozic
Das Lied "Eine Welt eine Heimat" von von Adel Tawil singen die Konfirmanden gemeinsam im Gottesdienst. Die musikalische Begleitung durch 2 Guitarren und eine Geige kommt aus den Reihen der Konfirmanden selbst.
Einblick in einzelne Häuser ...

 

Wunschhaus und -stadt als Heimat für alle Menschen!
(
Gedanken der Konfirmanden)

 

 

Ein Haus ist für mich …

1. wo alle gleichberechtigt werden

2. wo ich mich behütet fühle

3. wo ich andere Menschen kennenlerne

4. wo ich keine Angst vor Gewalt haben muss

5. wo verschiedene Kulturen aufeinander treffen

6. wo alle Generationen willkommen sind

7. wo ich mit offenen Armen empfangen werde

8. wo ich meine Freunde treffe

9. wo ich neue Menschen kennenlerne

10. wo ich meine Meinung sagen kann

11. wo ich auch mal alleine sein kann

12. wo alle zur Familie werden

13. wo ich mein Glück mit anderen teilen kann

14. wo ich meiner Phantasie freien Lauf lassen kann

15. wo ich unter Gottes Schutz stehe

16. wo ich für meine Fehler nicht verurteilt werde

17. wo mir immer geholfen wird

18. wo ich jemanden helfen kann

19. wo ich willkommen bin und gastfreundschaftlich begrüßt werde

20. wo Gott wohnt, bei den Menschen

 

Was wünschen wir uns in dieser Stadt?

Also, ich verstehe das so; Dass ich mich um andere Menschen kümmern soll. Nicht wegschauen oder verachtend hinschauen: denn;  Das was ihr einem von diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan. Das ist, was Jesus getan hat. Sich immer wieder auch wenn es schwerfällt für andere zu erbarmen, aufzuopfern. Anderen zu helfen, denn in anderen Menschen sehe ich Gott. Und in dem, was uns zusammen gelingt, sehe ich Gott am Werk. Wo Hungernden Essen gegeben wird. Wo Obdachlosen ein Dach über dem Kopf. Wo Flüchtlinge eine Zuflucht finden. Wo Verbrechern vergeben wird. Wo Nackte gekleidet und ausgetrockneten Seelen lebendiges Wasser gespendet wird.

Wenn das nur im Kleinen gelingt, vielleicht auch unter uns, sind wir unserer Traumstadt schon sehr nahe.

 

Man erreicht nichts, wenn man polarisiert, beleidigt, verletzt und Menschen beschädigt.

Die Gestaltungskraft wächst, je größer das Gemeinsame ist. Das wünschen wir uns für unsere Zukunft - friedliches Leben miteinander, bei allen Unterschieden im Glauben, im alltäglichen Leben und in der Sprache.

Konfirmandengruppe klettert auf Kirchturm in Bad Kreuznach

Quelle: Mainzer Allgemeine Zeitung 18.5.17 - von Angela Hahn

HOCHHEIM/MAIN Ein ereignisreiches Wochenende erlebten die Konfirmanden der Donnerstagsgruppe von Pfarrerin Christiane Monz-Gehring. Gemeinsam mit Gemeindepädagogin Inge Seemann und einigen Teamern fuhren sie nach Bad Kreuznach. Denn in der dortigen evangelischen Matthäus-Gemeinde gibt es ein unvergleichbares Angebot: Klettern am Kirchturm. Der freistehende Turm ist mit Routen verschiedener Schwierigkeiten ausgestattet diese sind zwischen 31 und 34 Meter hoch.

Von ganz oben die Aussicht genießen

Doch bevor sich die jungen Leute an die Wand wagten, wurden am Freitag nach der Ankunft im Gemeindehaus erst einmal Gurte anprobiert, der Boulderraum ausgiebig erkundet und, um ein erstes Gefühl für die Sportart zu bekommen, auch schon ein paar Griffe getestet. Nach einem langen Abend voller Spiele begann am Samstagmorgen, direkt nach einem ausgiebigen Frühstück, der aktive Teil des zweitägigen Ausflugs. Die sechs mitgereisten Konfirmanden waren erst zögerlich, begannen dann aber nach kurzer Zeit, den Turm an allen seinen Wänden zu erkunden. Drei gibt es an der Zahl, wobei jede Wand von einem Wort geschmückt wird. Die Worte „Gott unsere Stärke“ sind von roten Klettergriffen kontrastartig auf den weißen Wänden angebracht worden. Ein paar Konfirmanden trauten sich sogar, bis nach ganz oben zu klettern. Von dort aus konnte man die schöne Aussicht über die Stadt Bad Kreuznach und die nahegelegenen Weinberge genießen. Der Weg nach oben wurde allerdings teilweise von starkem Wind erschwert, der dazu führte, dass die Kletterer kurze Pausen einlegen mussten. Neben dem Sport an sich lernten die Jugendlichen, sich einander in der Rolle des Sicherers und des Kletterers zu vertrauen.

Nach einer kurzen Mittagspause kam Manfred Pusch, Diakon in Ausbildung, der auch selbst begeisterter Kletterer ist und die Idee zu diesem Kletterturm hatte, zu Besuch. Er hielt eine kurze Andacht zum Thema Mauern überwinden, was sehr gut zu dem Wochenende passte. Fast jeder Konfirmand konnte sich mit dieser Andacht identifizieren, denn man hatte seine Grenzen im Klettern schon herausgefunden oder eben auch seine Mauern überwunden.

Konfirmation am 11. Juni

Da jetzt auch die Sonne schien, machte das Klettern noch mehr Spaß, selbst wenn die meisten schon sehr ausgelaugt von der sportlichen Einheit am Morgen waren. Mit noch mehr Motivation wurde jetzt gearbeitet, um das Ende des Turms zu erreichen und sich mit der schönen Aussicht und dem Applaus der anderen Mitgereisten zu belohnen.

Der Stärkung der Gruppe, die am 11. Juni konfirmiert wird, hat dieses Angebot sehr viel gebracht, so die Meinung der Teilnehmer, und die Konfirmanden konnten auch ihre eigenen Grenzen erkunden.

Konfirmationssprüche

Hier geht es zur Auswahl von Konfirmationssprüchen.



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