Wort zum Sonntag vom 22.12.2017

Bald machen sie sich auf den Weg…

Sie gehören zu Weihnachten wie die Krippe und das Jesuskind – die Heiligen Drei Könige.

Geführt von einem Stern machen sich drei Könige aus fernen Ländern auf eine weite Reise. Caspar, Melchior und Balthasar suchen den König der Könige, dessen Geburt durch den Stern verkündet wird. Der Weg ist lang, sie reisen durch viele Länder, über Berge, Täler und das Meer, doch der Stern führt sie, bei Tag und bei Nacht. Und so erreichen sie als letzte endlich Bethlehem und finden in einem alten Stall das neugeborene Kind, Jesus, Gottes Sohn. Auch, wenn die Sternendeuter später hinzukommen, in keiner Krippe fehlen sie an Heilig Abend, vielleicht ein wenig abseits, aber im Stall von Bethlehem schon angekommen! Ein bisschen zu früh. Doch unentbehrlich. Was ist das Besondere an diesen Männern aus dem Morgenland?

 

Als ich über diese Männer nachdachte, sind mir drei Dinge aufgefallen, die mir an diesen Sternendeutern imponieren. Sie trugen den Kopf hoch erhoben, sonst hätten Sie den Weihnachtsstern nicht entdecken können. Auch beugten sie ihren Kopf, sonst hätten sie das Kind in der Krippe nicht entdecken können. Und sie gebrauchten ihren Kopf zum Umdenken, deshalb gingen sie nicht wieder zu dem mordlustigen König Herodes zurück, sondern auf einem Umweg nach Hause. Ich muss sagen: Ich habe sie liebgewonnen, diese drei Könige. Ich verstehe, warum ihre Köpfe mit Krone und Heiligenschein geschmückt wurden. Sie heben ihren Kopf und bemerken dadurch Gottes Licht über ihrem Leben. Sie beugen ihren Kopf und bemerken Gottes Menschlichkeit unerwartet nah. Sie gebrauchen ihren Kopf zum Denken und finden einen Umweg als Ausweg. Solch dreifach weihnachtliche Weisheit wünsche ich Ihnen und mir für dieses Weihnachtsfest. Gesegnete Weihnachten.

Pfrin. Mirjam Ambrozic

 

 



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