Wer singt, betet doppelt – ökumenischer Sommersinggottesdienst

Rückblick auf den 18. Juli 2021

Zum Start in die Sommerferien hat der Runde Tisch Ökumene spontan am Sonntag, den 18. Juli zum Gottesdienst mit viel Gesang in den Hof um die evangelische Kirche eingeladen. Nur ein paar wenige der 60 möglichen Plätze blieben bei strahlend schönem Sommerwetter unbesetzt. In ökumenischer Verbundenheit wurde die Chance genutzt, endlich einmal wieder gemeinsam singen zu können. Die belebende Energie des Gesangs stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes und viele Lieder aus dem Jungen Gotteslob und dem EG+ erklangen voller Freude, auch wenn man merke, dass manche Kehle etwas aus der Übung war. Pastoralreferentin Caroline Schneider und Pfarrerin Dr. Olivia Rahmsdorf und alle Mitfeiernden waren sich darüber einig, dass dies die richtige Idee zur richtigen Zeit war. Am Ende ergab sich sogar noch eine stattliche Kollekte, die den Opfern der Flutkatastrophe zugutekommen soll.

Konfirmation Gruppe II am Christsee

Pfrin. Rahmsdorf

Am vergangenen Sonntag wurde die zweite Gruppe der diesjährigen Konfirmanden und Konfirmandinnen von Pfarrerin Dr. Olivia Rahmsdorf am Christsee eingesegnet. Ihre Aufnahme in die Gemeinde wurde von Sonnenschein und quakenden Fröschen begleitet. Trotz Masken, begrenzter Personenanzahl und Abstand genossen die Konfirmanden und Konfirmandinnen den besonderen Tag.

Am Vorabend der Konfirmation versammelten sich die Acht mit ihren drei Begleitpersonen in der evangelischen Kirche, um das Abendmahl zu feiern. Dazu wurden acht kleine und schön dekorierte Tische aufgestellt. Neben Wein oder Traubensaft, Brot und der Taufkerze befand sich auch ein kleiner Teller auf jedem Tisch. Dieser Teller hatte eine wichtige Bedeutung für die Teilnehmenden, denn die Konfirmanden und Konfirmandinnen hatten ihn erst zerschlagen und dann nach einem japanischen Brauch wieder repariert. Die Scherben wurden wieder zusammengeklebt und die noch immer sichtbaren Risse mit einem Goldstift betont. Die Bedeutung dieser Art von Reparatur ist, dass Makel und Fehler jeden einzigartig machen. So lernten auch die Konfirmanden und Konfirmandinnen, dass Fehler oder Makel zu jedem Menschen dazu gehören und es darauf ankommt, wie man mit ihnen umgeht. Das alles brachte der kleine Teller zum Ausdruck. Das Abendmahl wurde mit wunderschöner Musik von Selma Spangenberg (Geige) und Richard Henger (Klavier) begleitet.

Am Tag der Konfirmation erhielten die Konfirmanden und Konfirmandinnen neben der Urkunde auch einen Karabinerhaken zum Zeichen des Zusammenhalts und als Symbol für Halt im Leben. Dieses Geschenk erinnerte auch an die abenteuerlichen Kletteraktionen während der Konfizeit.

Obwohl die Konfirmationsgruppe die meisten ihrer Treffen über Zoom veranstaltete, kreierten sie trotzdem ihr eigenes Banner zum Motto „Nicht verzichten auf …“ in der Burgeffstraße, plante und führte ihren eigenen Vorstellungsgottesdienst aus und spielte Spiele während der Zoomkonferenzen.

Nachdem die Konfirmanden und Konfirmandinnen ihren Glauben mit dem Glaubensbekenntnis bestätigt, das „Vater unser“ gemeinsam gesprochen und schließlich auf die Frage, ob sie konfirmiert werden wollen, „Ja, mit Gottes Hilfe“ geantwortet hatten, kam der Moment, auf den sie sich monatelang vorbereitet hatten: der Segen. Mit der durch die Konfizeit gewonnen Reife, Kraft und Zuneigung zu Gott ließen sich die Konfirmanden und Konfirmandinnen mit Gott verbinden und starteten in einen neuen Lebensabschnitt.

Durch Gitarrenbegleitung von Jonas und Gesang von Anjuschka wurde die feierliche Stimmung nochmals unterstrichen. Die Familien und vor allem die Konfirmierten bedanken sich bei Familie Trimpel, dass sie den Christsee für dieses wunderschöne Ereignis nutzen durften. Ein großer Dank geht auch an Pfarrerin Dr. Olivia Rahmsdorf, Pfarrerin Mirjam Ambrozic sowie an den Kirchenvorstand, Inge Seemann, Sascha König für die Technik und alle anderen Helfer und Begleiter.

Von Lina Wypior (Konfirmandin)

Am 13. Juni 2021 wurde der neue Kirchenvorstand der Ev. Kirchengemeinde Hochheim am Main gewählt

Am 29. August wird der alte Kirchenvorstand verabschiedet und am 5. September der neue Kirchenvorstand eingeführt

Gewählt wurden dieses Mal 12 Kirchenvorsteher:innen. Zur Kandidatur haben sich 16 Gemeindemitglieder gestellt. Nach einem halben Jahr hat der Kirchenvorstand die Möglichkeit, zwei Kirchenvorsteher:innen aus den nicht gewählten Kandidat:innen nachzuberufen.

Herr Kurt Wenski, Vorsitzender des Wahlvorstandes, hat nach der Auszählung der Wahlzettel das Ergebnis verlesen. Ein großer Dank gilt allen Kandidierenden und allen Wahlhelfern und Wahlhelferinnen. Die Wahlbeteiligung lag in diesem Jahr bei rund 9,6% der 3130 Wahlberechtigten. Hier das vorläufige amtliche Endergebnis:
Aus 300 gültigen Wahlzetteln (davon 211 Briefwähler) ergaben sich diese 12 neuen Kirchenvorsteher:innen:

Felstänzer

Rückblick auf die Kletterfreizeit im Frankenjura Juni 2021

Geplant war eine Boulderfahrt nach Frankreich an die legendären Sandsteinfelsen bei Fontainebleau, aber da das Reisen ins Ausland sich noch sehr schwierig gestaltet, wurde aus der Fahrt einfach eine Kletterfreizeit im Hirschbachtal.

Fünf Tage lang hat die Gruppe verschiedene Felsen im Frankenjura aufgesucht, hat unterschiedliche Routen ausprobiert und dabei erfahren wieviel Halt ihnen der Stein gibt. Jeder einzelne war bereit Neues zu wagen, die Sicherheit des festen Standes aufzugeben und auch bereit zu scheitern.  Immer im Bewusstsein, von Freund:innen und Kletterpartner:innen, gut gehalten zu sein und sich auf sie verlassen zu können. Abends wurde viel diskutiert und sich über das Erlebte ausgetauscht. Es ist wohl die Abenteuerlust, die Herausforderung und die pure Freude an der Natur die einen Klettertag so unvergesslich machen und einen immer wieder aufbrechen lassen.  Die Liebe und der Respekt zur Natur und die Freundschaft und das Verständnis zwischen den Menschen machen das Gesamterlebnis Fels aus. Gerade nach so einer langen Zeit, in der die Kontakte stark reglementiert waren, tat die Gemeinschaft besonders gut. Immer war das verbindende Seil dabei, dass einem auch in großen Abständen deutlich spüren lässt mit seinem Partner:innen verbunden zu sein.

Die Fahrt war ein Angebot der evang. und städt. Jugendarbeit in Hochheim in Kooperation mit dem Dekanat Darmstadt Land und wurde von Inge Seemann und Jürgen Zachmann verantwortet.

... haben sich auf die Spuren großer Kletterlegenden und aktuellen Stars der Kletterszene gemacht. Was treibt Menschen in die Natur und an die Felsen?
Was waren die schönsten Momente und was hat am meisten Spaß gemacht? Die einen genießen den festen Griff im Fels, die anderen lieben die Verantwortung  zu übernehmen, ihre Freunde in schweren Routen zu sichern.

Konfirmation unter freiem Himmel am See

Pfrin. Ambrozic

Wochenende 15./16. Mai 2021 am Christsee
Ausschließlich für Konfirmand:innen und deren Angehörige

Hier kommen Sie zum YouTube Video

 
Ein einzigartiger Gottesdienst

Am vergangenen Sonntag wurden die ersten 8 der 16 Konfirmanden und Konfirmandinnen in die evangelische Gemeinschaft aufgenommen. Mit großem Bangen wegen der schlechten Wetterlage und ausgerüstet mit Regenjacken und Regenschirmen, kamen alle am Christsee in Hochheim zusammen.

Zuvor war bei der Stadt Hochheim ein Hygienekonzept eingereicht worden, mit einer festgelegten Personenzahl, Maskenpflicht und negativen Tests. So waren alle Familien erleichtert, dass die Feier in einem außergewöhnlichen Rahmen im Freien stattfinden konnte.

Am Vorabend wurde in der evangelischen Kirche unter dem Motto „Perfekt in der Unvollkommenheit“ das erste Abendmahl für die Konfirmandinnen und Konfirmanden zelebriert. Die Jugendlichen saßen zusammen mit jeweils drei ihrer Angehörigen an kleinen, schön dekorierten Tischchen. In der Mitte stand eine kleine Schüssel, die die Jugendlichen, während der Konfizeit erst mit dem Hammer zerschlagen und dann wieder zusammengeklebt hatten. Das Ritual basiert auf einem japanischen Brauch, bei dem reparierte Gegenstände mehr Wert erhalten, nachdem sie mit Kleber mit Goldstaub wieder zusammengefügt wurden. Die Risse machen die Gegenstände einzigartig. So machen auch die Jugendlichen im Leben die Erfahrung, dass sie durch Schicksalsschläge an Reife gewinnen. Durch die musikalische Umrahmung durch Selma Spangenberg (Geige) und Richard Henger (Klavier) wurde eine wundervolle Atmosphäre geschaffen.

In diesem Jahr war die Konfizeit der Jugendlichen geprägt von Zoom-Sitzungen statt persönlicher Konfi-Stunden und auch sonst mussten sie aufgrund von Corona auf vieles verzichten. Dennoch haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden zwei schöne Kletterausflüge machen können. Einer der Ausflüge führte die Gruppe in Begleitung von Inge Seemann nach Taunusstein und ein weiterer zur Kletterwand bei der Mülldeponie.

Aus diesem Grund stand der Konfirmationsgottesdienst am vergangenen Sonntag unter dem Motto „Gut gesichert“. Mit „Ich bin frei“, der Geschichte zweier Bergsteiger, die im Rahmen des Gottesdienstes verlesen wurde, wurde verdeutlicht, wie diese beiden Gipfel nur gemeinsam erklimmen können. Beim Klettern sind sie verbunden durch die richtige Ausrüstung, durch ein Seil und durch Vertrauen auf den anderen. Dieses Bild lässt sich auf unser Leben übertragen: alleine kommt man im Grunde auch im Leben nicht gut voran. Man benötigt Vertrauenspersonen, die einem Halt geben und einen stärken. Jeder braucht Menschen, auf die er sich verlassen kann. Für die Konfirmanden und Konfirmandinnen heißt das, dass auch Gott mit ihnen verbunden sein möchte. Er möchte sie halten und sichern wie ein Karabinerhaken den Bergsteiger beim Klettern. Als Erinnerung an die Feier bekamen alle Konfirmanden und Konfirmandinnen einen Karabinerhaken geschenkt.

Begleitet von einem Froschkonzert im Hintergrund wurden die Jugendlichen von Pfarrerin Mirjam Ambrozic und ihrem selbstausgewählten Konfirmationsspruch gesegnet. Im Namen des Kirchenvorstandes hieß Wolfgang Weber die Jugendlichen in der Gemeinde willkommen und lud sie ein, in Zukunft aktiv am Gemeindeleben teilzunehmen. Leider fing es kurz an zu nieseln, aber wie durch ein Wunder schien nach dem gemeinsam gesprochenen „Vater unser“ wieder die Sonne.  Das tolle Ambiente von See und Natur wurde atmosphärisch untermalt durch zauberhaften Gesang und Gitarrenbegleitung von Anjuschka und Jonas. Die Technik wurde von Sascha König gestellt. Vor Beginn des Gottesdienstes machte Iris Schmitz Fotos von den Konfirmanden und Konfirmandinnen. Alle beteiligten Familien bedanken sich bei allen, die dieses Ereignis möglich gemacht haben, insbesondere Pfarrerin Mirjam Ambrozic und Dr. Olivia Rahmsdorf, die KV Mitglieder, sowie Familie Christ für die Bereitstellung des Geländes.

Beseelt und glücklich zogen alle Familien nach Hause, um dort die Konfirmation in kleinem Kreis zu feiern. Auch wenn diese Konfirmation durch Corona anders war, so war sie ein unvergessliches Erlebnis für alle.  

Konfirmiert wurden Leon Fink, Leonard Fleig, Yael Kümpel, Nicole Pelka, Dominik Ranz, Tiago Serrano, Milla Spangenberg und Lukas Trimpel.

                                                                 

Kerstin Fleig-Egerlandt

Ordinationsgottesdienst Pfrin. Dr. Olivia Rahmsdorf Sonntag, 9. Mai 2021

"Aber nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe." (Lukas 22,42b)

Artikel in der Hochheimer Zeitung

Zur Videoaufzeichnung 


Stellvertretend für den gesamten Kirchenvorstand hat der Vorsitzende Wolfgang Weber folgende Grußworte übermittelt:


Liebe Olivia,

im Namen des gesamten Kirchenvorstands gratuliere ich zu Deiner Ordination und wünsche Dir alles Gute und Gottes Segen für den neuen Abschnitt in Deinem Leben und heißen Dich herzlich willkommen.
Du hast in einem Gespräch dem Sinn nach einmal gesagt: Ordination sei in einem Punkt vergleichbar mit der Taufe. Sie werden einem nur einmal im Leben zu Teil.  
Wir freuen uns mit Dir, dass dieses einmalige Ereignis trotz aller widrigen Umstände, die seit geraumer Zeit unser Leben mitbestimmen, in diesem Rahmen gefeiert werden kann.
Wir sind glücklich darüber, dass Dich Dein Berufsweg zu uns nach Hochheim geführt hat.

Du wirkst nun schon seit fast 100 Tagen in unserer Kirchengemeinde und Dir stehen sowohl im wahrsten Sinn des Wortes als auch im übertragenen Sinn alle Türen offen.
Als Symbol hierfür überreiche ich Dir heute, gewissermaßen im Nachgang, unseren Kirchenschlüssel.

Weiterhin habe ich ein Stück eines Rebstocks für Dich im Gepäck. Ich erzähle Dir sicher nichts Neues wenn ich sage, dass es in der Bibel eine Vielzahl von Textstellen gibt, deren Inhalte sich mit Reben, Weinstöcken, Weingärtnern und Wein beschäftigen.
Auch in Hochheim rankt sich vieles um Reben und Wein. Und somit schließt sich hier der Kreis. Was liegt also näher Dir ein kleines Geschenk zu diesem Thema zu machen.
Ich halte hier ein Zertifikat in Händen und zitiere daraus:

Frau Dr. Olivia Rahmsdorf hat für den Zeitraum von fünf Jahren einen Riesling-Rebstock im Weinberg „Unterm Storchennest“ Reihe 28, Stocknummer 29 gepachtet und erhält in den nächsten fünf Jahren je eine Flasche Wein aus diesem Weinberg

Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass aus der genannten fünfjährigen Pachtdauer keinesfalls darauf geschlossen werden darf, dass wir Dich nach Ablauf dieser Zeit wieder los werden wollen.
Es gibt noch viele Weinstöcke in Hochheim und so manches Feld das es zu beackern gilt.

Abschließend nochmals die besten Wünsche und Gottes Segen auf Deinem Weg.

Bildergalerie Gottesdienst und Grußworte

Rückblick: Konfirmanden klettern

Ein Projekt kurz vor dem erneuten Lockdown

Am 29.Oktober kletterten die Konfirmanden und Konfirmandinnen an der Kletterwand der Mülldeponie in Wicker.

Ein Projekt, das Inge Seemann, Pauline Proske, Alexander Ditinger und Pfarrerin Mirjam Ambrozic noch kurz vor dem Lockdown erleben wollten. In zwei Kleingruppen ging es an die Wand und trotz Regen hatten alle einen riesen Spaß, besonders als es dunkel wurde und die Flutlichtanlage anging!