Jahreslosung
Jahreslosung 2026 - Gott spricht: "Siehe, ich mache alles neu!"
Offenbarung 21,5
Auf den Seiten der EKHN und der EKD finden Sie weitere Gedanken, Predigten. Von Clemens Bittlinger noch eine Liedandacht zur Jahreslosung 2026.
Das Wort zum Sonntag HZ vom 02.01.2026 beschäftigt sich ebenfalls mit der
Jahreslosung 2026
Siehe, ich mache alles neu!
Manchmal fühlt sich die Welt an, als wäre sie festgefahren. Alte Konflikte brechen neu auf, persönliche Enttäuschungen wiederholen sich, und selbst gute Vorsätze scheinen im Kreis zu laufen. Vieles wirkt verbraucht, erschöpft, kaum noch reparierbar.
Mitten in diese Erfahrung hinein lesen wir in der Offenbarung des Johannes in Vers 21 einen überraschenden und hoffnungsvollen Satz: „Siehe, ich mache alles neu.“
Nicht: Ich mache alles anders.
Nicht: Ich beginne woanders.
Sondern: Siehe, ich mache alles neu.
Das Alte wird nicht einfach weggeworfen, sondern erneuert. Wunden verschwinden nicht, als habe es sie nie gegeben, aber sie verlieren ihre Macht, Tränen werden nicht geleugnet, sondern getrocknet.
Diese Verheißung richtet sich nicht nur an Menschen, die müde geworden sind. Nicht nur an die, die sich fragen, ob Veränderung überhaupt noch möglich ist – im eigenen Leben, in Beziehungen, in unserer Gesellschaft. Gottes Zusage richtet sich an alle Menschen, sie ist kein schneller Trost und keine billige Hoffnung, sondern eine Einladung, den Blick zu heben: Siehe! – schau hin, rechne mit Neuem, weite den Blick.
Der Sonntag ist wie geschaffen für dieses Siehe! – ein Tag, an dem wir nicht nur zurückblicken auf das, was in der vergangenen Woche war, sondern auch schon vorsichtig nach vorne schauen, auf das was uns in der neuen Woche erwartet, wo Neues wachsen könnte, wo Geduld statt Resignation vonnöten ist.
„Siehe, ich mache alles neu“ – das ist kein Versprechen, dass morgen alles perfekt ist. Aber es ist die Zusage, dass nichts endgültig verloren ist. Es ist eine kraftvolle Botschaft der Erneuerung, des Mutes und der Hoffnung – mit dem Vertrauen in Gottes gute Pläne und der Zuversicht, dass jeder Tag eine neue Chance ist. Und dass Gott mit seiner Kraft und seiner Zusage dort ist, wo wir nicht mehr weiterwissen.
Vielleicht ist dieser Vers aus der Offenbarung die stille Hoffnung dieses ersten Sonntags im neuen Jahr:
Den Blick auf Neuanfänge zu lenken, daran zu glauben und darauf zu vertrauen, dass Neues möglich ist – trotz alter Wunden, Erschöpfung und Enttäuschung. Mit kleinen Schritten und nicht nur aus eigener Kraft, sondern eingeladen, begleitet und gestärkt durch Gott.
Svenia Bormuth
Evangelische Kirchengemeinde Hochheim
Liedandacht zur Jahreslosung 2026
Jahreslosung 2026 für und von Kindern